Die Wärmebehandlung kann die Leistung von Metalldichtungen verbessern. Sie wird die Streckfestigkeit des Materials verbessern und somit einen positiven Einfluss auf die Verpressungskraft und die Rückfederung haben. Die verstärkte Verpressungskraft presst die weiche Veredelungsschicht in die Unregelmäßigkeiten der Oberfläche und erzeugt somit eine bessere Abdichtung. Die bessere Rückfederung bedeutet, dass der formschlüssige Kontakt zwischen der Dichtung und der Nutfläche im Falle einer Flanschabhebung länger aufrecht erhalten wird. In einigen Fällen kann die Wärmebehandlung auch die Ermüdungsbeständigkeit der Dichtung unter zyklischer Belastung verbessern. Je nach Anwendung bietet HTMS das Härten, Ausglühen sowie das Lösungsglühen und das Aushärten an.

HTMS empfiehlt die Wärmebehandlung von allen nicht-federunterstützten Metall-C-Ringen. Die Wärmebehandlung ist jedoch vor allem bei Metall-O-Ringen und federunterstützten C-Ringen erforderlich. Allerdings lassen einige anspruchsvolle Anwendungen bei Öl- und Gaseinrichtungen eine Wärmebehandlung notwendig werden, um eine Materialversprödung zu vermeiden. (Wärmebehandlung gemäß Nace-Code)